Die Jury des Immobilienmanager-Award lobte die langfristig abgesicherte Finanzierung des Projekts sowie die erstklassige Verbindung von Öffentlicher Hand und Privatwirtschaft. Geehrt wurde zudem die Verbindung von finanziellen mit städtebaulichen Themen. Der Preis wurde erstmals von der Fachzeitschrift Immobilienmanager verliehen. Bewertet wurde nicht nur das "normale Business" der Branche mit Finanzierung, Vermittlung, Investment und Projektentwicklung sondern auch die übergreifenden Kompetenzen, die über die Tätigkeit der Unternehmen und Personen in der Immobilienwirtschaft hinausgehen, wie beispielsweise sozial verantwortliches Handeln oder Umweltschutz.
Hintergrund:
Das Justiz- und Verwaltungszentrum Wiesbaden ist das größte PPP-Hochbauprojekt des Landes Hessen und der Landeshauptstadt Wiesbaden und wurde im April vergangenen Jahres mit dem "Innovationspreis PPP 2008" in der Kategorie Verwaltungsbauten ausgezeichnet. Bauherr ist der private Partner HeWiPPP GmbH & Co. KG, eine von der OFB Projektentwicklung GmbH und der Hannover Leasing GmbH & Co. KG gegründete Projektgesellschaft.
Das Land Hessen und die Landeshauptstadt Wiesbaden werden das Gebäudeensemble mit rund 65.400 m² BGF ab Fertigstellung im Herbst 2009 für 30 Jahre anmieten. Das Justizge-bäude werden dann alle in Wiesbaden ansässigen Gerichte und die Staatsanwaltschaft mit rund 550 Bediensteten nutzen. Im Verwaltungsgebäude werden rund 600 Arbeitsplätze für das Amt für Soziale Arbeit und weitere städtische Organisationseinheiten, wie beispielsweise das Gesundheitsamt, geschaffen. Damit werden bislang verstreute Einheiten und Liegenschaften zentral zusammengeführt und ökonomisch sinnvoll gebündelt.
Auf Grundstücken der ehemaligen Gartenbauzentrale mit ca. 30.940 m² werden zwei Gebäude mit etwa 49.120 m² BGF oberirdisch und ca. 16.280 m² BGF unterirdisch einschließlich Tiefgaragen mit insgesamt 154 Stellplätzen nach einem Entwurf des Architekturbüros KSP Engel und Zimmermann Architekten realisiert. Hinzu kommt ein Parkhaus mit rund 500 Stellplätzen, davon rund 220 Stellplätze für Besucher, auf dem benachbarten Grundstück mit rund 4.270 m², das bislang zum Gelände der ESWE gehörte. Die geschlossene, gegliederte Bebauung mit 6 Geschossen zur Mainzer Straße und 5 Geschossen zum zukünftigen Quartiersboulevard trägt maßgeblich zur Entwicklung des Standortes Mainzer Straße und Schaffung eines markanten Stadteingangs bei.
Die Finanzierung des Vorhabens wird von der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen sichergestellt. Aufgrund des Konzernverbundes der OFB Projektentwicklung und der Hannover Leasing mit der Helaba, steht dem Land Hessen und der Landeshauptstadt Wiesbaden ein sicherer und kompetenter Partner für über 30 Jahre zur Verfügung.
Für die Planung, die termingerechte Bauausführung sowie die Bauqualität einschließlich Qualitätscontrolling zeichnet die Bilfinger Berger Hochbau GmbH Niederlassung Frankfurt als Generalübernehmer verantwortlich. Mit Fertigstellung der Gebäude wird die HSG Zander GmbH, eine 100%ige Tochter der Bilfinger Berger Facility Services, für die Mietdauer von 30 Jahren das integrierte Facility Management des Gebäudekomplexes übernehmen.
Die Unternehmensgruppe Hannover Leasing ist eine der bedeutenden Gesellschaften für strukturierte Finanzierungen in Deutschland mit Sitz in Pullach bei München. Als führende Initiatorin von Geschlossenen Fonds finanziert sie Immobilien im In- und Ausland, Großanlagen, Infrastruktureinrichtungen, Schienenfahrzeuge, Schiffe, Verkehrsflugzeuge sowie internationale Kinofilmproduktionen. Insgesamt werden Investments mit einem Anschaffungswert von über EUR 15,5 Mrd. verwaltet. Mehr als 48.200 Anleger haben bisher EUR 8,4 Mrd. in geschlossene Fonds der Unternehmensgruppe Hannover Leasing investiert. An dem Unternehmen sind die Landesbank Hessen-Thüringen (75 %) sowie das Management der Hannover Leasing (25 %) beteiligt.





