Das Erfolgsbeispiel InterGen
Im August 2005 konnte Highstar Capital im Rahmen seines zweiten Infrastrukturfonds 50 Prozent der Anteile an InterGen von den Energieriesen "Shell" und "Bechtel" erwerben. Die restlichen 50 Prozent wurden vom Highstar-Team exklusiv für einen Pensionsfonds als Infrastruktur-Direktinvestment erworben und verwaltet. Ziel von Highstar Capital war es, die zuvor identifizierten Schwachstellen in der Unternehmensstrategie und -struktur über die Haltedauer zu beseitigen, um InterGen effizienter zu gestalten und letztendlich profitabel zu machen. Die Highstar-Strategie bestand aus folgenden Kernpunkten:
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Verbesserung des operativen Managements
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Optimierung der Kapitalstruktur
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Fokussierung auf das Kerngeschäft
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Ausbau bisher erfolgreicher Geschäftsbereiche
Neben der Neustrukturierung und Verstärkung des Managementteams sorgte Highstar Capital für die Verbesserung der Management-Informationssysteme und des Risikomanagementsystems. Dies führte zu einer Verbesserung des relevanten Informationsflusses und somit zu einer breiteren Entscheidungsgrundlage für das operative Management. Zudem hat das Highstar-Team die Kapitalstruktur des Unternehmens effizienter gestaltet und neues Investitionskapital insbesondere durch die erfolgreiche Platzierung einer Unternehmensanleihe gewonnen.
Aufgrund der neuen strategischen Ausrichtung durch Fokussierung auf das Kerngeschäft der Unternehmensgruppe, wurden Minderheitsbeteiligungen sowie ineffiziente und nicht mehr benötigte Anlagen verkauft. Diese Maßnahmen stärkten die Eigenkapitalbasis von InterGen. Allein der Verkauf eines chinesischen Kraftwerks führte zu einem Gewinn von rund 14 Millionen US-Dollar. Zeitgleich baute Highstar Capital die erfolgreichen Geschäftsfelder, wie beispielsweise in den Niederlanden und in Singapur, weiter aus. Insgesamt ist es Highstar Capital gelungen, das EBITDA* innerhalb von nur drei Jahren um rund 55 Prozent zu steigern.
Im Oktober 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise, verkaufte Highstar Capital seine InterGen-Beteiligung gewinnbringend an ein indisches Infrastrukturunternehmen. Der Bruttokaufpreis betrug das 2,9-fache des ursprünglichen Investments. Innerhalb von nur drei Jahren wurde das ursprüngliche Investment also fast verdreifacht.
Fazit
Das Investitionsbeispiel InterGen zeigt, dass Unternehmenswertsteigerung im Infrastruktursektor ein hohes Maß an marktspezifischem Know-how, langjährige Erfahrung und ein breites Netzwerk sowie aktives Management durch den Investmentmanager erfordert. Mit einer einfachen Buy-and-Hold-Strategie, die auf Kauf und langfristigen Betrieb von Infrastrukturanlagen setzt, wäre dieses Ergebnis sicherlich nicht zu erzielen gewesen. Highstar Capital hat sich vielmehr ganz bewusst - und im Ergebnis erfolgreich - für einen Wertsteigerungsansatz entschieden.
(* Unternehmensergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen)





