Eröffnung mit viel Politprominenz

Justiz- und Verwaltungszentrum Wiesbaden

Ein Investitionsvolumen von 130 Millionen Euro, 2.022 Räume, Platz für über 1.000 Mitarbeiter und zirka 500 Tiefgaragenstellplätze sowie zwei Auszeichnungen bereits vor Eröffnung – beeindruckende Fakten eines Gebäudes, das die nächsten 30 Jahre alle Wiesbadener Gerichte und die Staatsanwaltschaft, sowie das Amt für Soziale Arbeit und weitere städtische Ämter beherbergen soll. Der im Süden der Wiesbadener Innenstadt gelegene Gebäudekomplex ist bundesweit eines der größten Hochbauprojekte. Das Besondere daran: Das Objekt wurde im Rahmen einer so genannten Public Private Partnership (PPP) erbaut, bei der öffentliche Einrichtungen und private Unternehmen eng zusammenarbeiten.
Quelle: Rhein-Main TV
Ein weiterer Schritt zur Modernisierung der Verwaltung
Hessens Justizminister Jörg-Uwe Hahn lobte in seiner Ansprache bei der feierlichen Eröffnung am 15. Januar vor über 200 Gästen den transparenten Bau, der mit viel Glas gestaltet ist. Die moderne Architektur des Gebäudes mache deutlich, dass die Justiz „im modernen Leben steht". Helmut Müller, Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden betonte besonders die sehr gute Zusammenarbeit aller – immerhin sind acht Partner am PPP-Projekt beteiligt. Zudem hob er hervor, dass nunmehr ein Drittel der Stadtverwaltung in dem Quartier sitzt. Damit sei der Bau ein weiterer Schritt zur Modernisierung der Verwaltung. Der CDU-Politiker Thomas Schäfer, mit dem Projekt als Staatssekretär im Justiz- und später im Finanzministerium betraut, sagte, dass ein Projekt in dieser Größenordnung vom Land Hessen alleine nicht zu stemmen gewesen wäre. So habe der Neubau deutlich weniger gekostet, als wenn der Staat ihn in Eigenregie erstellt hätte. Dem Steuerzahler habe die öffentlich-private Zusammenarbeit rund 14 Prozent der Investitionskosten gespart.

Partner im PPP-Projekt zeigen sich zufrieden
Auch die privaten Partner zeigten sich sehr zufrieden: "Die Partner haben mit diesem Projekt gemeinsam die organisatorischen Anforderungen einer modernen öffentlichen Verwaltung an ein Gebäude umgesetzt", freut sich Hannover Leasing- Geschäftsführer Friedrich Wilhelm Patt. Die gute Zusammenarbeit in der zurückliegenden Realisierungsphase habe es möglich gemacht, den Kostenplan exakt einzuhalten und die Gebäude termingerecht fertig zu stellen. Das Projekt wurde in den vergangenen zwei Jahren mit dem "Innovationspreis PPP 2008" in der Kategorie Verwaltungsgebäude und dem "Immobilienmanager AWARD 2009" in der Kategorie Finanzierung ausgezeichnet. Rundum zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung und des Projekts war Martin Eilbacher, verantwortlich für das Projekt im Hause Hannover Leasing. "Die Einweihungsfeier des Justizzentrums war gelungen." Der große Besucherandrang und die neun Festredner machten die Relevanz des Projektes für das Land Hessen und die Landeshauptstadt Wiesbaden deutlich.
 
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